Kinder in der Mediation

 

Kinder und Jugendliche können in den Mediationsprozess einbezogen werden, wenn sie Konfliktbeteiligte sind. Zum einen ist dies möglich, wenn sie selbst Streit mit den Eltern haben, noch zu Hause wohnen oder schon ausgezogen sind, und zum anderen, wenn ihre Eltern sich trennen.

 

Mediation zwischen Eltern und Kindern

Streitigkeiten - vor allem in der Pubertät -  zwischen Eltern und Kindern sind normal, was aber, wenn sie sich manifestieren, wenn die Luft zuhause zum Schneiden ist, wenn nur noch Streit herrscht oder Stille? Hier kann Mediation hilfreich sein, um erst einmal über das zu sprechen, was den Vater, die Mutter, den Sohn, die Tochter bewegt, was einen stört und wodurch man so verletzt ist. Um zunächst sich selbst und seine eigenen Gefühle zu verstehen und dann auch dem oder der anderen zuhören zu können und gemeinsam Lösungen zu finden.

 

Kinder im Trennungsprozess

 Wenn Eltern sich trennen, hat diese Entscheidung immer unmittelbare Auswirkungen auf die Kinder. Aus diesem Grund fällt die Trennung häufig auch besonders schwer. Der Wunsch, die Kinder so wenig wie möglich zu belasten, steht dabei oft im Vordergrund. "Wie sage ich's den Kindern oder sagen wir es gemeinsam? Wir möchten, dass es den Kindern gut geht - aber was ist gut für sie?" sind dabei Fragen, die Eltern beschäftigen. 

 

In den meisten Fällen gelingt es Eltern, eine Lösung zu finden, mit der sich die Kinder gut arrangieren können. Manchmal ist es hilfreich, die Kinder selbst einzubeziehen. Wie dies erfolgen kann, hängt auch vom Alter der Kinder ab.

 

Eine gute Möglichkeit ist nach meiner Erfahrung das Kinderinterview, bei dem das Kind nicht selbst an der Mediation teilnimmt, sondern in einem eigenen Termin die Möglichkeit erhält, sich zu äußern. Geschwister können dabei gerne zusammen kommen. Ein oder beide Elternteile können das Kind auch begleiten, wenn das Kind dies möchte und beide Eltern einverstanden sind.

 

Das Gespräch erfolgt dabei spielerisch, z.B. mittels Nutzung der FlipChart oder aber durch Aufstellung z.B. mit Playmobilfiguren.

 

Gemeinsam besprechen wir vorab, wer mit Ihrem Kind sprechen soll, entweder ich als Ihre Mediatorin oder ob das Gespräch mit einer anderen Person geführt werden soll.

 

Gerne arbeite ich hier mit meiner Kollegin Anke-Jonna Jovy aus Köln zusammen, mit der ich sowohl die Mediationsausbildung vor vielen Jahren als auch auch die Weiterbildung in der Familienaufstellung absolviert habe und die ich in dieser Arbeit als sehr emphatisch und feinfühlig erlebe.